Länderkunde
Kurse (6)
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Grönland zwischen Geopolitik und Dekolonisierung
Donald Trump will es haben. Dänemark entschuldigt sich für koloniale Übergriffe. Grönland selbst strebt nach Unabhängigkeit: Die Arktisinsel steht im Fokus globaler Aufmerksamkeit. Das Ringen um Bodenschätze und geopolitische Einflusszonen ist eng verwoben mit Erinnerungspolitik, Dekolonisierung und Versöhnung – Entwicklungen, die nur im Zusammenhang zu verstehen sind. Ebbe Volquardsen war bis 2025 Professor an der Universität Grönlands. Sein Vortrag gibt Einblick in die Dynamiken auf der Insel, ordnet sie historisch ein und zeigt, warum auch Europa künftig verstärkt in Richtung Arktis blicken wird.
Großbritannien zur Zeit der Weltkriege
Sowohl außen- wie innenpolitisch stand Großbritannien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor massiven Herausforderungen. Diese Epoche seiner Geschichte wurde von Premierministern wie David Lloyd George, Ramsay MacDonald, Neville Chamberlain oder Winston Churchill geprägt. Die Veranstaltung betrachtet die wesentlichen Entwicklungen von der Aufgabe der „Splendid Isolation“ über innenpolitische Versuche einer Sozial- und Steuerreform bis hin zur gescheiterten Appeasment-Politik und dem Zweiten Weltkrieg.
America first – und jetzt?
Der Vortrag analysiert die weitreichenden Veränderungen in Politik und Gesellschaft seit der zweiten Amtseinführung Donald Trumps. Der Präsident verabschiedete sich von traditionellen US-amerikanischen Werten und erweitert seitdem seine Machtbefugnisse beinahe uneingeschränkt, wobei das „Project 2025“ als Blaupause dient. Bürokratie- und Ämterabbau, Beschränkung des Einwanderungs- und Asylrechts, Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit und das Gesundheitswesen sowie die steuerliche Bevorzugung wohlhabender Schichten sollen die Rückkehr zu einem starken, von christlichem Nationalismus geprägten und weißen Männern regierten Amerika sicherstellen. Werden die politischen Institutionen diesem frontalen Angriff widerstehen können? Und wie reagiert die Öffentlichkeit und die politische Opposition?
Großbritannien während des Kalten Krieges und der Entkolonialisierung
Großbritannien gehörte 1945 zu den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges. Zugleich stand es vor dem wirtschaftlichem Niedergang, hoher Staatsverschuldung und dem Verlust der alten Großmachtstellung. Außenpolitisch positionierte sich das Land früh im Kalten Krieg – als UNO-Gründungsmitglied (1945), mit Beteiligung an der Berlin-Luftbrücke (1948/49) und als NATO-Gründungsmitglied (1949). Parallel beschleunigte sich die Entkolonialisierung: zentral sind die Unabhängigkeit Indiens (1947) sowie weitere Souveränitäten und Mandatsabgaben in den späten 1940ern und 1950/60ern. Die Suezkrise 1956 markiert dabei einen Einschnitt, weil sie die Grenzen britischer Machtpolitik sichtbar machte und innenpolitische Folgen hatte. Die Veranstaltung spannt einen innenpolitischen Bogen von Nachkriegskonsens und Wohlfahrtsstaat über die Inflation und den „Winter of Discontent“ (1978/79) bis zum Thatcherismus mit Privatisierungen, Konflikten mit Gewerkschaften und starken sozialen Spannungen. Der Vortrag ordnet den britischen Kurs zwischen EWG und der internationalen Rolle des Landes ein.
America first – und jetzt?
Der Vortrag analysiert Donald Trumps fundamentale Wende in der US-amerikanischen Außenpolitik seit seinem zweiten Amtsantritt. Der Rückzug aus internationalen Verträgen und Bündnisverpflichtungen wie dem Klimaabkommen und der NATO gleicht einem Kahlschlag. Seine erratische Zollpolitik hat zu einer weltweiten Verunsicherung in Handelsfragen geführt, der von ihm angezettelte Irankrieg hat eine Weltwirtschaftskrise ausgelöst. Alle Maßnahmen haben die Verlässlichkeit der USA für Freunde und Gegner in Frage gestellt. Werden diese Entwicklungen sich überhaupt umkehren oder korrigieren lassen? Was bedeuten sie insbesondere für Deutschland und Europa?
Der „Brexit“ – Ursachen und Folgen
Im Juni 2016 stimmte eine knappe Mehrheit der britischen Bevölkerung bei einer Volksabstimmung für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Die Veranstaltung fragt nach den Ursachen der Brexit-Entscheidung und skizziert den Brexit-Wahlkampf vor der Volksabstimmung. Nach langwierigen Verhandlungen erfolgte der EU-Austritt des Landes 2020. Welche Schwierigkeiten bringt die Entwicklung für Großbritannien und für die EU mit sich? Und wie steht es heute um die Beziehungen zwischen der EU27 und Großbritannien?